Die kleinen Dinge im Leben

Puerto Viejo, Sonntag, der 03.07.2022, 22:35 Uhr. Zehn Tage lang bin ich jetzt schon hier. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Langsam habe ich mich an vieles gewöhnt und fange an, das Leben hier zu genießen.



Und wenn ich Heimweh habe, muss ich immer daran denken, was eine gute Freundin von mir mir am Anfang mitgegeben hat. Heimweh bedeutet ja eben auch, dass mir mein Zuhause gut gefällt und ich gern dort bin, sonst würde ich es ja nicht vermissen. Deshalb bin ich dann jedes Mal nicht nur traurig, sondern auch dankbar.



Generell habe ich erst hier gemerkt, was für einen Luxus ich Zuhause genieße. Es gibt so viele Kleinigkeiten, für die ich hier bereits dankbar bin.



Ein trockenes Bett, frisch gewaschene, trocke Wäsche, eine Fahrradkette, die nur alle paar Tage rausspringt, lauwarmes Duschwasser, kaltes Trinkwasser, ein gescheites Mückennetz und ein Plastikregal, in das ich meine Sachen legen kann. All das sind Dinge über die ich mich hier unfassbar freue.



Wenn ich an Zuhause denke freue ich mich auf eine saubere, warme Dusche, trockene Sachen, eine Spühlmaschine, brauchbare Handtücher und so vieles mehr.



Auch wenn es hier wunderschön ist und ich gern hier bin, sind es eben einfach nicht dieselben Standards wie Zuhause. Das ist vollkommen in Ordnung und normal, es regt mich aber auch immer wieder zum Nachdenken an. Den Luxus, den ich Zuhause für normal gehalten habe, ist ein absolutes Privileg. Das ist mir erst hier so wirklich bewusst geworden.

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