kleine große Träume

Als Kind träumt man oft von großen Dingen. Zum Beispie vonl einem bestimmten Beruf oder etwas anderem, das man gerne erreichen möchte. Ich wollte zum Beispiel immer mal die Malediven sehen, weil das blaue, klare Wasser dort immer so schön aussah. Schon damals sagte mein Papa, dass ich mir das besser aus dem Kopf schlagen soll. So eine Reise können wir uns überhaupt nicht leisten. Obwohl ich weiß, dass mein Vater mich nur vor Enttäuschung schützen wollte, haben mich seine Worte damals sehr traurig gemacht und ich war unfassbar frustriert.



Je erwachsener ich wurde, desto weniger träumte ich. Ich hatte zwar immer wieder Momente, in denen ich dachte, dass ich eine Vision habe, von dem was ich möchte, aber schnell verblasste diese auch wieder. Die Gesellschaft vermittelte mir, dass meine Träume sowieso nie funktionieren werden.
Dabei klingen mein beiden großen Träume ganz simpel. Ich möchte die Welt entdecken, erkunden und kennenlernen. Und ich möchte sie ein kleines bisschen besser machen.


Trotzdem erscheinen mir diese beiden Ziele oft unerreichbar. Denn ich bin recht ehrgeizig und wenn ich etwas angehe, dann auch richtig. Auch wenn mir bewusst ist, dass ich nie alles erkunden kann und auch nicht alles in der Welt zum Guten wenden kann, würde ich am liebsten alles auf einmal machen und kann nur schwer akzeptieren, dass ich nicht auf alles Einfluss haben kann.


Mittlerweile habe ich das zum Glück so mehr oder weniger akzeptiert, denn in unserer Welt gibt es schon so viele tolle Menschen, die etwas verändern möchten, dass ich weiß dass ich damit nicht allein bin. Sie alle träumen von einer besseren Welt und haben Visionen, die unsere Welt verändern können.


Und obwohl ich weiß, dass es da draußen so viele Menschen gibt, die ihre großen Visionen leben, spreche ich nur sehr selten über meine eigenen. Ich habe Angst, dass ich mir selbst zu viel erhoffe und dann am Ende erklären muss, warum es nicht geklappt hat. Ich habe Angst, dass jemand versucht, mir meine Träume auszureden. Ich habe Angst, dass meine Träume nicht ernst genommen werden. Dass mir gesagt wird, dass es unmöglich sei. Dass mich keiner unterstützen wird. Und trotzdem möchte ich weiter an meine kleinen großen Träume glauben. Sie treiben mich an. Spenden meine Energie. Durch sie hat mein Leben einen Sinn.


Und es tut unfassbar gut, darüber mit jemandem zu sprechen, dem es ähnlich geht. Leider gibt es allerdings nur wenige, die mich hundertprozentig verstehen. Die mich ermutigen und mich unterstützen, genauso wie ich sie. Die mich groß träumen lassen.


Ich weiß, dass ich nicht alles verändern kann. Ich weiß, dass ich allein nicht alles bewältigen kann. Und trotzdem denke ich, dass wir alle größer träumen sollten, nicht direkt jede abwegige Idee verwerfen sollten.
Das kann zu Enttäuschung führen. Das ist gewiss. Aber daraus kann eben auch so viel mehr entstehen.
Genau aus diesem Grund finde ich es immer so toll, mit Kindern über meine Visionen zu sprechen. Sie sagen nicht, dass etwas nicht geht, sondern fragen viel mehr, wann es endlich losgehen kann. Aus erwachsener Perspektive versuche ich zwar, es etwas realistischer anzugehen, merke aber oft, dass ich zu viele Zweifel habe.


Mittlerweile habe ich gemerkt, dass es eindeutig besser ist, ein Ziel zu verfolgen und zu merken, dass es nicht klappt oder nichts für mich ist, als es nicht zu probieren und es zu bereuen. Genau deshalb finde ich große Träume so wichtig. Sie sind unser Lebenselixier. Sie können Großes mit uns machen. Sie wecken eine ungeahnte Energie und helfen mir, zu entdecken, was ich wirklich möchte

Ein letztes Mal

Jedes Jahr machen die Kinder unserer Familie gemeinsam Weihnachtsgestecke. Auch dieses Jahr haben wir uns dafür einen Nachmittag zum Basteln getroffen und danach wie immer noch zusammen gesessen. Es war ein wunderschöner Abend, der wie im Flug verging.

Auf dem Rückweg nach Hause ist mir das erste Mal bewusst geworden, dass ich das alles zum letzten Mal mache. Nächstes Jahr bin ich ausgezogen und wohne wahrscheinlich nicht gerade in der Nähe. Dann kann ich nicht einfach für solch besondere Dinge nach Hause fahren. 

Dieser Gedanke macht mich nach wie vor traurig. Auch wenn ich mich eigentlich auf meinen Auszug und den neuen Lebensabschnitt freue, trübt das meine Vorfreude. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie das ist, die Adventszeit an einem anderen Ort zu verbringen, Familienfeiern zu verpassen und mein Zuhause so weit hinter mir zu lassen. Auch Treffen mit Freunden sind dann noch schwieriger zu organisieren, als es ohnehin schon ist.

Als ich mich für einen Studienort für nächstes Jahr entschieden habe, war mir zwar klar, dass ich weiter weg ziehe, aber ich habe nie bewusst wahrgenommen, dass ich nun alles zum letzten Mal so erlebe, wie es jetzt ist. Danach wird es unweigerlich anders sein, was ja auch nicht unbedingt schlecht ist. 

Ich weiß jetzt schon, dass mir der Abschied unfassbar schwerfallen wird, denn ich erlebe bereits dieses Jahr viele letzte Male und somit viele kleine Abschiede. 

Ein letzter Geburtstag Zuhause, das letzte Weihnachtskonzert, das letzte Mal gemeinsamen Urlaub und eben auch das letzte Mal Gestecke machen. Das sind alles Dinge, die mir Freude bereiten und die ich eigentlich nicht aufgeben möchte, obwohl ich weiß, dass es sein muss und zum Erwachsenwerden dazugehört.

Denn jede schöne Zeit hat ein Ende. Nichts ist für immer. Und trotzdem kann ein Ende auch ein neuer Anfang sein. Ein Anfang von großartigen, neuen Dingen. Neuen Traditionen und neuen Denkweisen.

Und auch wenn es mir schwerfällt, das zu glauben, bin ich doch zuversichtlich, dass auch die Neuen Dinge gut werden. Ich bin umgeben von wunderbaren Menschen, die mich unterstützen und in diesem Fall meines eigenen Glückes Schmied. Ich kann aus dem Abschied etwas Schönes machen, dafür muss ich die bisherigen Dinge nur loslassen. Ihnen nicht hinterher trauern, sondern froh darüber sein, sie erlebt zu haben und gleichzeitig das Beste aus dem Jetzt machen.

Gemeinsam Auseinanderleben

Am Wochenende habe ich meinen Geburtstag gefeiert. Diesmal nur im kleinen Kreis mit den engsten Freunden. Es war eine große Herausforderung, einen geeigneten Termin zu finden, da die meisten meiner Freunde nicht mehr in meiner Nähe wohnen, sondern zum Studieren umgezogen sind.



Aus diesem Grund haben auch einige abgesagt. Studienstress oder eine zu weite Entfernung, sodass es sich nicht mal lohnt für einen Abend nach Hause zu fahren. Ich selbst wohne während meines Freiwilligendienstes noch Zuhause und manchmal ist es schwer, dass meine engsten Freunde so weit weg wohnen und nicht mal eben vorbeikommen können. Sie alle haben das Abenteuer Auszug schon gemeistert und einen neuen Lebensabschnitt begonnen, während ich noch Zuhause bin.



Oft gibt mir das das Gefühl, nicht mitreden zu können. Wenn die anderen sich über ihr Studium, neue Studentenpartys oder ihre Wohnung austauschen, dann kann ich nur stumm daneben sitzen und oft wenig beitragen.



Dabei bin ich mit dem, was ich mache, sehr zufrieden und gehe gerne arbeiten. Ich mache tolle Erfahrungen und studieren und ausziehen kann ich auch nächstes Jahr noch. Und trotzdem beschleichen mich in solchen Situationen Zweifel, ob meine Entscheidung hier zu bleiben richtig war.



Wenn ich sehe, was die anderen alles lernen, kommt bei mir eine innere Unruhe auf. Ich selbst liebe es, neue Dinge zu lernen und alles über komplizierte Sachverhalte zu erfahren, mich in Situationen einzudenken und gefordert zu sein.
Das alles fehlt mir sehr und ich fühle mich, als würde ich auf der Stelle treten und meine Zeit vergeuden. Während die anderen sich weiterentwickeln, bleibe ich stehen.



An meinem Geburtstag hatte ich oft das Gefühl, dass wir völlig aneinander vorbei leben. Mein Alltag dreht sich um meine Familie und meine Arbeit. Meine Freunde denken eher an die nächsten Vorlesungen und die Veranstaltungen, die noch anstehen. Oft bin ich dann unterschwellig die mit dem Bufdi, die sowieso nicht versteht, worum es gerade gehen soll.



Manchmal macht mich das traurig, weil ich weiß, wie wichtig mein Dienst für die Menschen hier ist. Ich lerne dabei nur eben andere Dinge als meine Freunde und gebe ein Stück meiner Lebenszeit für die Gesellschaft her. Gleichzeitig weiß ich auch, dass es den anderen womöglich schwer fällt, sich in meine Lage und Erfahrungen zu versetzen, weswegen ich sehr dankbar bin, dass sie mir trotzdem zuhören und mich aufnehmen. Besonders toll finde ich, dass sie sich die Zeit nehmen und den Weg nach Hause fahren, um zu meinem Geburtstag zu kommen.
Denn trotz unterschiedlicher Lebenslagen kann ich mich immer auf sie verlassen. Ich weiß, was wir uns gegenseitig bedeuten und das macht mich froh.

Ein Leben ohne Ferien

Oft realisiert man erst, was man hat, wenn es nicht mehr da ist.
Genauso ging es mir diese Woche mit meinem ersten Urlaub. Das erste Mal in meinem Leben hatte ich nicht wie selbstverständlich Ferien. Um in den Urlaub fahren zu können, muss ich mir jetzt frei nehmen, schauen, ob das überhaupt passt, bevor ich wegfahren kann.



Das hat sich für mich irgendwie komisch angefühlt. Ich möchte meine freien Tage nicht verplempern. Denn auch wenn ich gern arbeite, merke ich doch, dass eine Pause gut tut. Und deshalb wollte ich mir genau überlegen, wie ich meinen Urlaub nehme und was ich dann mache. Schnell habe ich gemerkt – das ist gar nicht so einfach. Dreißig Tage klingt viel, ist aber im Vergleich zu zwölf Wochen Schulferien dann doch eher wenig. Und so sind die Tage schneller verplant gewesen, als ich gucken konnte.



Besonders gemein ist, wie schnell die freie Zeit vergeht. In meiner freien Woche war ich mit meiner Familie am Königssee im Urlaub. Wir sind viel gewandert und haben die Natur genossen, sodass die Woche wie im Flug verging. Und während meine Geschwister nächste Woche eine weitere Woche Ferien genießen, heißt es für mich wieder früh aufstehen und arbeiten.



Das ist erstmal ziemlich ungewohnt und trotzdem weiß ich so meine Zeit nun doch mehr zu schätzen. Ich genieße meine freie Zeit mehr und plane besser, was ich wann mache. Irgendwie ist das auch schön. Denn auch wenn ich so weniger freie Zeit habe, so nutzte ich sie meist auch aus.Ich treffe Freunde, verbringe Zeit draußen und entspanne.



Gleichzeitig weiß ich auch, dass ich nun auch gewissermaßen mehr Freizeit habe. Ich muss nie lernen oder Hausaufgaben machen. Meine freie Zeit ist wirklich frei, ich habe keine Verpflichtungen. Auch das ist toll und ich bemühe mich, das auch wertzuschätzen, bevor ich nächstes Jahr studieren gehe. Denn dann wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis ich mit dem Lernen fertig bin und ich werde mir die Freizeit, die ich momentan habe, manchmal sehnlichst zurückwünschen. Denn so hat wohl jede Zeit im Leben ihre Vorzüge. Auch wenn ich jetzt weniger Urlaub habe, so lerne ich trotzdem den Arbeitsalltag gut kennen und kann meine freie Zeit wunderbar nutzen.

Aus der Vergangenheit lernen

In meinem Bufdi komme ich mit verschiedenen Themen in Kontakt. Im Gespräch erzählen unsere Gäste oft von ihrer Vergangenheit – ihrer Kindheit, ihrer Jugend und ihrer Arbeit. Und eben auch vom Krieg. So gut wie jeder hat den Zweiten Weltkrieg miterlebt und die Folgen des Ersten Weltkrieges gespührt. Die Geschichte, die sie erzählen sind für mich oft unvorstellbar – mehr wie irgendwelche uralten Quellentexte aus einem Geschichtsbuch als die Erlebnisse eines lebenden Menschens.

Flucht, das Zurücklassen von allem was sie kannten. Angst und das ewige Ausharren in Bunkern. Verlust von Familie und Freunden. Gewalt und Grausamkeit. Feindseligkeit im Kalten Krieg.



Ich bekomme oft Gänsehaut, wenn die Gäste solche Geschichten erzählen. Mir selbst macht es aber auch Angst, die Parallelen aus der Zeit vom damals und heute zu sehen. Mir vorzustellen, was diese Menschen erlebt haben in einem so jungen Alter ist für mich kaum möglich. Aber zu wissen, dass es auch heute noch Menschen gibt, die solch ein Leid ertragen müssen, ist einfach nur fürchterlich.


Wir Menschen von behaupten von uns, die intelligenteste Art der Erde zu sein, doch wenn ich von all der Gewalt höre, kann das nur eine Lüge sein. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass diese intelligenteste Art nur Macht, Habgier und Gewalt im Sinn hat. Mir ist bewusst, dass das nicht für alle Menschen gilt, sondern vielleicht nur für einen Bruchteil. Dieser Bruchteil brüllt aber so laut, dass alle anderen eingeschüchtert sind und die wenigen so ihr grausames Handeln durchsetzten können.


Auch ich habe Angst und gebe der Ungerechtigkeit in der Welt damit Platz. Ich träume nachts von Krieg und Gewalt, dass ich oft morgens nicht weiß, was Traum oder Wirklichkeit ist.
Und das alles, ohne je etwas davon wirklich erlebt zu haben. Allein die Vorstellung und das Wissen, dass es Krieg auf der Erde gibt, löst in mir die egoistische Angst aus, dass es auch mir eines Tages auch so ergehen könnte.


Wenn ich dann die Menschen sehe, die es wirklich erlebt habe, merke ich erst wie viel unser Frieden eigentlich wert ist. Ich habe es für selbstverständlich gehalten, immer in Frieden zu leben, so wie Luft zum Atmen zu haben. Aber das ist es nicht. Und auch Angst macht es nicht besser, auch wenn es die erste natürliche Reaktion ist. Aber in all der Angst und Sorge um sich selbst sollte man nicht vergessen, dass es auch andere Menschen gibt, die jetzt unsere Hilfe brauchen.
Dass das Zuhören und verstehen unserer Vergangenheit der einzige Weg ist, die Gegenwart zu verstehen und auch zu beeinflussen. Und dass wir nur als eine Einheit den Frieden bewahren können.

Dabei sind ältere Menschen, wie ich sie nun kennenlerne die besten Zeitzeugen, die uns zeigen, warum ein friedlicher Umgang miteinander so wichtig ist. Auf deren Erfahrung zu hören und zu verstehen, könnte viel Unheil bewahren.

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“

Vor etwa einem Jahr hatte ich die Möglichkeit, an der DSA (Deutsche Schülerakademie) teilzunehmen, einem Förderungsprogramm, bei dem man jeden Sommer Kurse zu verschiedenen Themen belegen kann.

Eine Woche lang haben wir coronabedingt online zusammengesessen und über die Ideen Kierkegaards und Gott und die Welt philosophiert. Dieses Wochenende, rund ein Jahr später, haben wir uns endlich getroffen und uns ganz real kennengelernt. Dazu hat uns Christine, unsere Kursleiterin, zu sich nach Hause nach Bonn eingeladen.



Abends saßen wir dann nach einem wunderschönen gemeinsamen Tag bei ihr Zuhause zusammen mit Christine und ihrem Mann auf der Terrasse. Die beiden im Doppelpack sind echt ein Erlebnis. Sie ist Philosophie- und Deutschlehrerin und liest in ihrer Freizeit gern Bücher über philosophische und gesellschaftliche Themen und er ist Geschichtslehrer mit Vorliebe für Eisenbahnen. Beide lieben es, Geschichten zu erzählen und Dinge zu erklären und haben ein unendlich erscheinendes Allgemeinwissen.

Dementsprechend war die ganze abendliche Unterhaltung ein Dialog der beiden über die Weltgeschichte, griechische Mythologie, Krieg und Frieden sowie den Sinn des Lebens. Annika, die ich bei der DSA kennengelernt habe, und ich saßen nur da, haben zugehört und über das Gesagte nachgedacht. Es war oft schon eine große Herausforderung, den beiden zu folgen und deshalb war es mir schlicht nicht möglich, etwas zur Diskussion beizutragen.



Dafür finde ich es unfassbar faszinierend Christines Geschichten zu lauschen und von ihrer Erfahrung und ihrem Wissensschatz zu lernen. Jedes Mal, wenn ich ihr zuhöre, merke ich wie oberflächlich ich selbst denke und vor allem, wie wenig ich eigentlich weiß. Über die Gesellschaft, Politik und die Welt. Wenn ich so darüber nachdenke, weiß ich nichts. Ich habe kein Recht über andere oder die Gesellschaft zu urteilen, denn ich weiß nichts über sie oder ihre Perspektive. Ich bin jung und unerfahren und werde wohl Zeit meines Lebens nur einen ganz kleinen Teil der Welt verstehen. Denn nicht einmal mich selbst verstehe ich, geschweige denn die Komplexität der Welt.



Das ist meines Erachtens eine sehr wichtige persönliche Erkenntnis, die sehr stark an Sokrates‘ „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ erinnert. Und wenn ich mir zumindest dessen bewusst bin, habe ich vielleicht die Chance, die Welt ganz anders zu betrachten. Zu sehen, dass ich klein und unbedeutend bin gegenüber dem Universum. Zuzuhören, zu beobachten und zu lernen, anstatt belanglose Dinge und Halbwissen in die Welt rauszuschreien. Mir bewusst zu sein, dass ich stets alles aus meiner Perspektive sehe und deshalb wohl nie die Wahrheit, sofern es diese überhaupt gibt, erkennen werde.



Dieses Wochenende hat mir wieder bewusst gemacht, wie viel es noch zu lernen und zu entdecken gibt. Denn auch wenn ich am Ende meines Lebens vermutlich immer noch nicht sonderlich viel weiß, so kann ich doch ein paar Dinge lernen und mit einem offenen Herz und Geist in die Welt schauen.

Etwas mehr Pura Vida

Seit ein paar Tagen bin ich zurück in Deutschland. Es fühlt sich an, als wäre ich nie weg gewesen, alles ist so wie immer, nur ich nicht mehr. Mir fallen hier Dinge auf, die ich vorher nie so gesehen habe. Besonders das Verhalten und die Laune der Menschen ist so anders. Schon auf meinem Rückflug, bei dem sehr viele Deutsche mitgeflogen sind, war die Stimmung irgendwie negativ und gestresst. Ja gut, habe ich mir gesagt, liegt bestimmt daran, dass der Urlaub für alle vorbei ist und für die meisten so eine lange Reise ganz sicher nicht angenehm ist.

Aber auch zurück in Deutschland, ist mir vermehrt aufgefallen, wie schlecht gelaunt, gestresst und irgendwie unzufrieden die Menschen hier scheinen. Diejenigen, die auf der Straße lächeln, freundlich aussehen und schlendern, anstatt von einem Termin zum nächsten zu rennen sind rar.

Mich hat es traurig gemacht, so viele scheinbar unglückliche Menschen zu sehen, die irgendwie nie richtig zufrieden scheinen. Gleichzeitig habe ich mich aber auch gefragt, warum das so ist. Was ist hier so anders als in Costa Rica (abgesehen von offensichtlichen Dingen, wie der Landschaft und der Sprache)? Wir haben hier alles, was wir zum Leben brauchen. Die meisten von uns leben im Überfluss und können sich einfach nehmen, was sie haben wollen. Wir haben Essen, Kleidung, ein Haus über dem Kopf. Bildung und ein gutes Gesundheitssystem, jede Menge Freizeitangebote. Ein Sozialsystem, wenn es auch nicht perfekt ist.

Mir ist bewusst, dass es auch in Deutschland genug Menschen gibt, die arm sind, denen es an Geld für ein normales Leben fehlt. Trotzdem würde ich sagen, dass unser Lebensstandard hier recht hoch ist und sich so gut wie niemand wirklich um sein Überleben sorgen muss.


Deshalb kann ich einfach nicht verstehen, wieso so viele Menschen so unglücklich ausschauen. Sind wir zu sehr an den Luxus gewöhnt? Werden wir von all unseren Sachen erdrückt? Sind wir es so gewohnt, immer alles zu bekommen, dass das Beste nicht genug ist? Dass wir immer mehr wollen?

Wenn ich eines gelernt habe, ist es, dass dieses „mehr“ mich nicht glücklich macht. Ich kann nicht alles schaffen, nicht alles perfekt machen, nicht alles haben. Und das ist gut so. Denn nur so kann ich mich wirklich an dem erfreuen, was ich habe.



Zusätzlich habe ich das Gefühl, dass sich viele Menschen, ich selbst eingeschlossen, über Kleinigkeiten ärgern, als wäre es der Weltuntergang. Das Warten im Wartezimmer dauert länger? Klar, das ist ärgerlich und ganz sicher keine schöne Situation, aber eben auch keine Katastrophe. Von meinem Ärger warte ich auch nicht kürzer, sondern habe lediglich schlechte Laune und übertrage diese damit auch noch andere Leute.

Und genau das finde ich persönlich noch am schlimmsten. Wenn jemand seine schlechte Laune an seinem Umfeld rauslässt und so unbedingt der Welt zeigen möchte, wie sehr ihn die Situation gerade nervt. Denn zum einen möchte ich, um ganz ehrlich zu sein, gar nicht wissen, ob sich jemand über so eine Kleinigkeit ärgert und bekomme so ungefragt eine ganze Portion schlechte Laune ab, zum anderen werde ich, obwohl ich recht resistent geworden bin, nach einer gewissen Zeit ebenfalls schlecht gelaunt von dem Genörgel.


Damit möchte ich nicht sagen, dass ich nie schlechte Laune habe und dass das nicht dazugehört. Jeder hat mal einen schlechten Tag und das ist auch okay. Nur manchmal versuche ich zumindest den Grund für seinen Ärger zu hinterfragen, bevor ich all meine Energie dort hinein investiere. Denn oft überdeckt der Ärger all das schöne im Leben, was einfach schade ist. Das Leben ist zu kurz, um sich über alles zu ärgern.

Und um nochmal zurück auf die Wartezimmersituation zu kommen: Anstatt sich gleich zu ärgern, könnte man die Zeit, die man dann eben hat, nutzen, um mal etwas zu lesen, sich zu unterhalten oder einfach um ein paar Leute zu beobachten. Denn genau solche Pausen tun oft auch gut.

Ich selbst habe mir vorgenommen, das „Pura Vida“ etwas mehr in mein Leben mitzunehmen. Entspannter zu sein und mich mehr zu freuen. Denn ich vermisse den lockeren Lebenstil, die Unordnung, die nicht perfekten Umstände. Die Wildheit des Landes. Und möchte sie in meinem Herzen bewahren. Und das geht nur, wenn ich vor lauter Stress und Ärger das Leben und die Freude darin nicht vergesse.

Eine Reise meines Lebens

Nach sieben Wochen in Costa Rica ist es nun an der Zeit Abschied zu nehmen. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass es mir so schwer fallen würde.


Aber nach dieser Zeit ist die Casa Caribe und Puerto Viejo mein Zuhause geworden und die anderen Freiwilligen meine Familie. Wir haben so viel Zeit gemeinsam verbracht und sowohl wunderschöne als auch weniger schöne Momente geteilt. Die Vorstellung, dass ich sie alle vielleicht nie wieder sehe fühlt sich fremd an und macht mich traurig. Ich möchte mich an dieser Stelle bei einigen meiner Freunde persönlich bedanken. Bei Luise, die in den ersten Wochen mein rettender Anker war. Bei Paul, der mit seinem Humor jede Stimmung aufgelockert hat. Bei Annika, die immer für mich da war. Bei Carina, die mich ermutigt hat, zu machen was ich möchte. Bei Jules, unserer Österreicherin, mit der ich jedes ernste, aber auch jedes lustige Thema besprechen konnte. Bei Christin, die mir all die Zeit eine tolle Zimmergenossin war und bei der ich mich immer wohl gefühlt habe. Und bei Kathi, ohne die unsere Reise wohl nie geklappt hätte.



All diese Menschen haben diese Reise für mich zu etwas ganz besonderem gemacht und ich vermisse sie jetzt schon so sehr. Die Stimmung hier war einfach so entspannt. Es gab keine Konkurrenz und Lästereien, wir waren Gleichgesinnte mit ähnlichen Ambitionen. Und das war ein besonderes Erlebnis.



Auch das Land hat seine Spuren hinterlassen. Ich liebe das entspannte Lebensgefühl, die Menschen und die Kultur hier.
Die Vielfalt der Natur, die Geräusche des Waldes, das Rauschen des Meeres und das Brüllen der Howlermonkeys aind einfach einzigartig.
Das Klima, die gleichbleibende Wärme und das starke Prasseln des Regens auf dem Dach sind vertraute Bekannte. Ich kann mir nicht vorstellen das alles hier zurückzulassen und zurück nach Hause ins geordnete Deutschland zu gehen.


Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher einen gewaltigen Kulturschock zu erleben. Vor dem nach Hause kommen habe ich deshalb Angst. Ich habe Angst vor meinem Alltag, der mich erwartet. Angst die Leichtigkeit zu verlieren, Angst zu vergessen, wie sich Freiheit anfühlt. Angst, vom Ernst des Lebens überrollt zu werden, von all den Entscheidungen, die ich treffen muss. Angst davor, dass meine Träume verblassen und ich das wirklich Wichtige vergesse.


Denn ich habe so vieles gelernt auf meiner Reise. Insbesondere Dankbarkeit und wie schön das Leben eigentlich ist. Oft habe ich mich gefragt, ob das jetzt „die Reise meines Lebens“ ist. Mir ist hier klar geworden, dass ich möchte, dass es vielmehr „eine Reise meines Lebens“ ist. Es gibt so viel, was ich noch sehen und erleben möchte. Diese Reise war nicht die eine besondere Reise, sondern nur ein Vorgeschmack auf das, was die Welt mir noch zu bieten hat. Ich fahre mit einem positiven Gefühl nach Hause und mit der Gewissheit, dass die Welt noch so viel mehr zu bieten hat. Und das stimmt mich zuversichtlich. Ich freue mich auf die Zukunft und das was noch kommt.



Auf einem anderen Planeten

Puerto Viejo, Dienstag der 02.08.2022, 06:59 Uhr.
Je länger ich vom Zuhause fort bin, desto mehr kann ich mein eigenes Leben von außen betrachten. Nach fünf Wochen Costa Rica sehen ich mein Leben Zuhause anders und es kommt mir fast unmöglich vor, dieses Leben je wieder zu leben wie vorher.

Wenn ich mit meiner Familie Zuhause rede, kommt es mir vor wie auf einem anderen Planeten. Einem Ort, den ich mal gekannt habe, aber der jetzt so unfassbar weit weg ist, dass er unerreichbar scheint.

Wenn ich so darüber nachdenke, was ich aus meinem Leben machen möchte, weiß ich, dass es so viel mehr ist, als das was ich Zuhause mache. Ich möchte Vielfalt erleben und neue Orte sehen, ich möchte die Natur jeden einzelnen Tag neu entdecken, ich möchte tief eintauchen in alles, was die Welt zu bieten hat. Mir ist es wichtig meinen Horizont zu erweitern, nie nur von einer Seite zu schauen, um das Beste rauszuholen.

Eine der wichtigsten Lektionen, die ich hier gelernt habe ist, dass alles eine Frage der Perspektive ist. Nicht alles läuft so, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber ich kann versuchen aus jeder Situation das Beste zu machen und sie hinzunehmen wie sie ist.
Als wir zum Beispiel im Tortuguero Nationalpark waren, haben wir morgens um 5:30 Uhr eine Bootstour gemacht. Es hat natürlich in Strömen geregnet und wir waren klatschnass, aber trotzdem haben wir unfassbar viele Tiere gesehen und der Blick von den Mangroven auf den Wald war einfach der absolute Wahnsinn. Eines der Mädels, die mit mir da war hatte wegen dem Regen und dadurch, dass wir vorher nicht gefrühstückt hatten extrem schlechte Laune und wollte die ganze Zeit nur zurück. Anstatt den Ausblick zu genießen, hat sie nur noch von ihren warmen Klamotten Zuhause geredet. Dabei hatten wir trotz Regen einen umfassbaren Blick auf den Regenwald. Wir haben Affen in den Bäumen und Kaimane im Fluss gesehen. Das ist eine einzigartige Chance, die wir hier haben
Es gibt so viele Menschen, die gern in unserer Situation wären und ich bin immer wieder dankbar, das hier alles erleben zu dürfen.

Auch mir fällt es nicht immer leicht, das alles so zu sehen. Nach einer Zeit wird der Urwald zum Alltag und ich ärgere mich über die Affen, die Mandeln auf mich und meine Sachen werfen.
Und ja es gibt manchmal Situationen, die nicht angenehm oder schön sind. Es wäre eine Lüge zu behaupten, dass ich beispielsweise arbeiten im strömenden Regen toll finde. Es ändert aber nichts an der Situation, wenn ich mich ärgere. Das zieht die Stimmung nur noch mehr herunter. Der Regen hört ja schließlich nicht auf, nur weil ich es kacke finde, dass alles nass ist.
Deshalb kann ich entweder versuchen, meine Situation zu ändern  oder sie hinzunehmen wie sie ist. Entweder ich bleibe an dem Tag Zuhause im Bett und bleibe trocken oder gehe eben in Regenjacke arbeiten. Ich muss mir nicht von einer Sache alles andere vermiesen lassen. Denn sonst gerät am Ende der schönste Anblick in Vergessenheit.

Wenn ich meine Zeit hier rückblickend betrachte, habe ich viel zu oft vergessen, wie einmalig mein Aufenthalt hier ist. Am Anfang habe ich mir oft gewünscht, nach Hause zu können. Heute bin ich mir nicht sicher, ob ich mich auf Zuhause freue. Klar, ich vermisse meine Freunde und meine Familie und auch einige Dinge, wie trockene Klamotten, Musik machen, jegliche Hygiene und Privatsphäre und natürlich mein Bett, aber ich werde auch so viel von hier vermissen.
Das unbeschwerte Lebensgefühl, das Abenteuer, die Offenheit der Menschen, das warme Wetter, die Vielfalt der Natur, die Nähe zum Meer und einfach all die exotischen Erlebnisse, die jetzt mein Alltag sind. Jeden Tag Action, jeden Tag so viel Neues. Die neuen Perspektiven, fremde Lebensgeschichten und die unendlich scheinenden Möglichkeiten.

Für mich war es eine der besten Entscheidungen hierher zu kommen. Dieses vollkommen andere Leben hat mich nachdenklich gemacht. Ich bin dankbarer und bewusster geworden. Ich weiß zwar noch nicht, wo mein Weg danach genau hingeht, ich weiß aber in welche Richtung ich gehen möchte. Die ewige Schleife aus was wäre wenns und was will ich mit meinem Leben machen ist hier etwas in den Hintergrund gerückt. Ich konnte neue Kraft tanken, um mich auf die vielen Entscheidungen und Aufgaben vorzubereiten, die Zuhause anstehen. Die Frage nach der Zukunft, nach dem was will ich machen, scheint nicht mehr so kompliziert. Mittlerweile freue ich mich sogar schon, eine der vielen Möglichkeiten zu wählen, etwas Neues zu lernen und endlich meinen Weg Richtung erwachsen werden einzuschlagen.

Die Kraft der Wellen

Puerto Viejo, Samstag, den 09.07.2022, 15:32 Uhr. An der Karibikküste gibt es einige tolle Surfspots. Deshalb war für mich von Anfang an klar, dass ich in meiner Zeit in Costa Rica gerne surfen lernen möchte.

Nach meinen ersten drei Surfstunden habe ich für mich vier Dinge festgestellt.



Erstens: Es ist unfassbar anstrengend Surfen zu lernen. Einerseits ist das Surfen an sich und besonders das Paddeln anstrengend. Aber auch mental ist es eine Herausforderung, alle Schritte zu kombinieren und immer aufmerksam zu sein.



Zweitens: Fehler sind okay und Grundvorraussetzung dafür etwas Neues zu lernen. Niemand wurde als Profi geboren und wenn es den einen Tag nicht gut läuft wird es trotzdem mit langer Übung irgendwann besser.


Drittens: Es macht unfassbar Spaß wenn es klappt. Die Kraft der Welle und der Flow machen alle Anstrengung wieder gut. Es gibt kaum ein besseres Gefühl als mit den Wellen.


Viertens: Respekt anstatt Angst vor der Kraft des Wassers macht alles einfacher. Nach meiner zweiten Stunde hatte ich extreme Angst noch einmal ins Wasser zu gehen. Die Wellen waren an diesem Tag recht „hoch“. In der Bucht, in der wir surfen, muss man außerdem recht weit rauspaddeln, um zum Ort zu kommen, an dem die Wellen brechen. Das bedeutet, man kann dort nicht stehen und das Wasser ist einige Meter tief.
Davor habe ich schon immer Angst gehabt und bin daher an dem Tag mit einem unguten Gefühl ins Wasser gegangen.


Und natürlich kam es wie es kommen musste. Meine erste Welle habe ich nicht richtig bekommen und bin vom Bord gefallen. Als ich mich umschaute kamen zwei größtere Wellen auf mich zu. Für mich der blanke Horror. Panisch habe ich versucht aufs Bord zu kommen, wurde dann aber zweimal von den Wellen erfasst und unter Wasser gezogen, bevor ich zurück auf dem Bord war. Danach war der Tag für mich gelaufen. Jeder neue Anlauf war für mich mit Angst verbunden.


Auch wenn ich mit der Zeit lernte, wie man große Wellen so durchschwimmt, dass man nicht direkt untergeht, macht mir die Vorstellung schwimmend im Wasser zwischen den Wellen zu sein große Angst.


So startete ich auch die nächste Stunde mit Unwohlsein und hatte eigentlich keine Lust surfen zu gehen.
Als wir dann rauspaddelten wollte ich nicht mehr in die Wellen, sondern einfach zurück an den Strand.
Das einzige was mein Surflehrer darauf sagte war: „Entweder du bekommst deine Angst in den Griff oder du wirst nie ein Surfer. Du musst dich einfach nur beruhigen.“
Das war definitiv nicht das, was mir in dem Moment Mut gemacht hat und ich war kurz davor einfach aufzugeben. Mein Ehrgeiz und meine Sturheit war dann aber doch größer.


Als wir dann kurz vor meiner ersten Welle waren, hat mein Lehrer mir dann erklärt, dass wenn ich ruhig bleibe, alles nicht so schlimm ist, sondern dass meine Angst die Situation nur noch schlimmer gemacht hat. Sie hat mich sogar gefährdet, denn meine panischen Bewegungen haben keinenfalls dafür gesorgt, dass ich über Wasser bleibe und irgendetwas sinnvolles tue.

Wichtig ist, dass ich Ruhe beware, die großen Wellen durchtauche und dann das Bord suche. Wenn ich einmal auf dem Bord bin ist alles okay.



Das hat mir dann doch geholfen, meine Angst zu überwinden und es zu probieren. Und es hat geklappt, zumindest einige Wellen konnte ich bekommen und meine Angst etwas beiseiteschieben, indem ich mir vor Augen geführt habe, dass meine Angst mir nicht weiterhilft.



Auch wenn ich meine Panik nach wie vor nicht ganz abschalten kann, so bin ich doch ruhiger geworden. Ja, ich habe Salzwasser geschluckt und das auch nicht zu wenig. Ich bin immer noch nervös in den Wellen. Der Ozean ist stark und hinter jeder Welle steckt viel Kraft. Das gehört dazu und macht es ja gerade erst spannend. Deshalb ist es so wichtig mit und nicht gegen den Ozean zu arbeiten, denn gegen diese Kraft komme ich einfach nicht an.



Und wenn man dann hinter den brechenden Wellen sitzt und einfacg auf den Strand schaut ist die Welt einfach toll. Man kann so viele Sachen beobachten. Als es angefangen hat zu regnen sind die Regentropfen immer erst einen kleinen Moment auf der Oberfläche geschwommen, bevor sie sich mit dem Salzwasser vermischen. Das sieht einfach magisch aus. Oder wenn ein anderer Surfer eine Welle reitet. Das ist so faszinierend und sieht einfach toll aus.



Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt, das Surfen auszuprobieren. Mit den Wellen im Einklang zu sein, meine Angst zu überwinden und in eine neue Welt einzutauchen, sind Erfahrungen, die ich nicht missen möchte.